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Absicherung im Notfall
2020-02-05 19:50:00
von Redaktion
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Bankvollmacht

Durch die Bankvollmacht werden dem Bevollmächtigten der Zugriff auf Konten, Depots oder Schließfächer bei der Bank ermöglicht.

Die Absicherung im Notfall durch Vollmachten, Patientenverfügung und Betreuungsverfügung

Bereits in jungen Jahren, auch wenn Mann/Frau noch nicht an einen Notfall denkt, sollten gewissen Vorkehrungen in Betracht gezogen werden.

Durch einen schweren Unfall/Krankheit kann jeder in eine Lage versetzt werden, für die vorher Vorkehrungen getroffen werden sollten.

Die Vorkehrungen werden immer verschoben.
Mit den Konsequenzen wird man erst später konfrontiert. Folgende Maßnahmen bieten sich an:

  • Generalvollmacht
  • Vorsorgevollmacht
  • Bankvollmacht
  • Patientenverfügung
  • Betreuungsverfügung

 

Generalvollmacht

Die Generalvollmacht ist eine umfassende Ermächtigung an den

Vollmachtsempfänger.

Sie gilt für alle Konten, für die Vertretung in rechtlichen Angelegenheiten,

jedoch nicht in höchstpersönlichen Angelegenheiten, wie Heirat, Scheidung oder Testament.

Im Rahmen der Generalvollmacht ist zu beachten, ob diese ggfs. notariell beurkundet werden muss, wie beispielsweise bei Immobiliengeschäften.

Die Vollmacht gilt nach Unterzeichnung ab sofort und kann jederzeit widerrufen werden.

Sie kann die Entscheidung über lebensbeendende Maßnahmen, lebensgefährliche Operationen oder Unterbringungen in einer geschlossenen Anstalt regeln. Durch Erteilung einer Vorsorgevollmacht entfällt die Anordnung einer gesetzlichen Betreuung durch das Gericht.

 

Vorsorgevollmacht

Die Vorsorgevollmacht gilt erst ab dem Moment, wenn der Vollmachtgeber nicht mehr handlungsfähig ist.

Dies unterscheidet die Vorsorgevollmacht von der Generalvollmacht.

Auch hier muss ein hohes Vertrauen gegenüber dem zu Bevollmächtigenden stehen.

Die Vorsorgevollmacht kann jeden Lebensbereich einbeziehen, wie Gesundheit, Vermögen, Wohnort, Vertretung vor Behörden.

Patientenverfügung

Die Patientenverfügung richtet sich an die behandelnden Ärzte oder das Pflegepersonal.

Diese bestimmt, wie man behandelt werden möchte, falls man sich selbst nicht mehr hierzu äußern kann und ob und wann etwa lebensverlängernde Maßnahmen eingestellt werden sollen.

Auch das Thema Organspende kann in einer Patientenverfügung geregelt werden.

Die Patientenverfügung kann formlos durch jeden verfasst werden.

Nach Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs sind jedoch exakte Formulierungen zu beachten.

Es sollte vermieden werden, dass die Patientenverfügung nicht eindeutig und nicht bestimmt genug formuliert wird.

Auch hier bietet sich an, die Patientenverfügung durch einen Notar oder einen Rechtsanwalt zunächst als Entwurf entwerfen zu lassen.

Betreuungsverfügung

Mit einer Betreuungsverfügung wird geregelt, wer vom Gericht als Betreuer bestellt werden soll, falls der Betroffene nicht mehr fähig ist, seine Angelegenheiten selbst zu regeln.

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