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fiktive Schadensabrechnung bei einem Unfall
2019-01-23 20:44:00
von Redaktion
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Entscheidung des Bundesgerichtshofs zur fiktiven Schadensabrechnung bei einem Unfall

Der Bundesgerichtshof hat am 25.09.2018 entschieden, dass nach einem Unfall und bei fiktiver Abrechnung des Schadens aufgrund eines Sachverständigengutachtens der Geschädigte, der mühelos ohne weiteres zugängliche günstigere und gleichwertigere Reparaturmöglichkeit hat, sich auf diese aus dem Gesichtspunkt der Schadensminderung hat verweisen lassen.

Hintergrund ist folgender Sachverhalt:

Nach einem Verkehrsunfall wird das Unfallfahrzeug in die Werkstatt verbracht und von einem Gutachter begutachtet.

Das Fahrzeug sollte nicht repariert werden; es soll nach dem Sachverständigengutachten abgerechnet werden.

In diesem Falle entscheidet sich der Geschädigte oftmals für das Geld und für die fiktive Schadensabrechnung.

 

„Auch wenn der Sachverständige die ortsüblichen Durchschnittspreise einer Fachwerkstatt zu Grunde legt, muss sich der Unfallgeschädigte bei der fiktiven Abrechnung auf eine günstigere Werkstatt im Umkreis verweisen lassen, die regelmäßig von den Haftpflichtversicherungen benannt wird.“

Dies ergibt sich aus der obigen Entscheidung des Bundesgerichtshofs.

Aufschläge auf die Kosten und Ersatzteile muss die Versicherung nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs nicht zahlen.

Der Bundesgerichtshof begründet seine Entscheidung mit der Schadensminderungspflicht des Unfallgeschädigten.

 

(Entscheidung vom 25.09.2018, AZ: VI ZR 65/18)

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