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Führt Cannabis grundsätzlich zum Entzug der Fahrerlaubnis?
2018-01-07 21:00:00
von Redaktion
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Cannabis Konsum - Verlust/Entzug der Fahrerlaubnis

Cannabis führt grundsätzlich zum Entzug der Fahrerlaubnis nach der Fahrerlaubnisverordnung; aber nur nach erfolgter negativer MPU (Idiotentest)

Grundsätzlich droht dem Fahrzeugführer in der Regel der Verlust der Fahrerlaubnis, wenn er unter Drogen ein Fahrzeug geführt hat.

Das bayrische Verwaltungsgericht hat jedoch in einer Entscheidung von April 2017 ausgeführt, dass die Entziehung der Fahrerlaubnis erst nach einer medizinisch-psychologischen Untersuchung möglich ist, die für den Fahrzeugführer negativ war.

§ 14 Abs. 1 Satz 3 FeV sieht hier in diesem Falle die Anordnung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU / Idiotentest) vor.

Bayerischer Verwaltungsgerichtshof, 25.04.2017, 11 BV 17.33

In diesem Zusammenhang ist auf eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts in Münster hinzuweisen.

Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat den von ihm angenommenen Grenzwert für die Entziehung der Fahrerlaubnis nach Teilnahme am Straßenverkehr unter Cannabiseinfluss bestätigt.

Danach gilt ab einem THC-Wert von 1,0 ng/ml Serum der Führer eines Kraftfahrzeuges nicht mehr geeignet dieses zu führen.

Die Grenze liegt nach Rechtsprechung des Oberverwaltungsgerichtes bei 1,0 ng/ml im Serum.

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