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Smartphone - Ablenkung im Strassenverkehr
2017-09-17 15:15:00
von Redaktion
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Die Ablenkung im Straßenverkehr bei der Nutzung eines Smartphones

  1. Das ständige Streben nach Erreichbarkeit führt im Straßenverkehr dazu, dass Smartphones (ohne Freisprechanlage) auch während des Führens eines Fahrzeugs genutzt werden.

    Es ist unstreitig, dass dabei eine gefährliche Unaufmerksamkeit herrscht.

    Bei einer Geschwindigkeit von ca. 100 km und einer Sekunde Unaufmerksamkeit führt man ein Fahrzeug ca. 27 m blind.

    Im Stadtverkehr bei 50 km/h und 5 Sekunden Ablenkung geht der „Blindflug“ über ca. 70 m.

  2. Die Sanktionierung eines Verstoßes erfolgt gemäß § 23 Abs. 1 a StVO (Straßenverkehrsordnung) und wird im Regelfall mit einer Geldbuße von 60,00 € sowie der Eintragung eines Punktes in Flensburg geahndet.

    Für den Fall, dass nachgewiesen wird, dass die Handynutzung ursächlich zu einem Unfall geführt hat, verliert der Handynutzer und Unfallverursacher unter Umständen seinen Vollkaskoschutz und eine Mithaftung kommt in Betracht.

  3. Die Gerichte verstehen unter „Benutzung“ im Sinne des § 23 Abs. a StVO eine

    „funktionsgemäße Benutzung“.

    Das bedeutet:

    • Telefonieren,

    • Versendung einer SMS,

    • Aufnehmen des Telefons zum Zwecke des Ablesens einer Rufnummer im Display,

    • Wegdrücken eines eingehenden Anrufs,

    • Ablesen der Uhrzeit,

    • Nutzung des Handys als Diktiergerät,

    • Nutzung des Handys als Navigationsgerätes,

    • Musik hören,

    • Anschließen an das Ladekabel,

    • Anfertigung von Lichtbildern,

    • Notizen lesen.

 

Die Rechtsprechung kann unendlich fortgeführt werden.

Jeder Einzelfall ist zu überprüfen.

 

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