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Urlaubszeit Reisezeit!
2018-10-09 21:00:00
von Redaktion
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Fluggastrechteverordnung.

Bei Flugverspätungen hilft die Fluggastrechteverordnung.

Im Jahre 2018 wurden 28% aller Flüge entweder komplett storniert oder sind mit Verspätungen gestartet.

Eine Flugverspätung ist nervig.

Keine Urlauberin / kein Urlauber wünscht sich so den Beginn der erholsamen Urlaubszeit.

Nach der Fluggastrechteverordnung steht aber eine finanzielle Entschädigung in Aussicht, und zwar bis zu 600,00 €, ganz gleich ob der Flug einzeln, mit Partner, pauschal oder dienstlich gebucht wurde.

Das Recht auf Entschädigung bei Flugverspätungen ist in der EU-Fluggastrechteverordnung geregelt.

Die Fluggastrechteverordnung regelt die Rechte der Passagiere und ab wann eine Entschädigung bei Flugverspätungen zu beanspruchen ist.

Voraussetzung für einen Anspruch

Voraussetzung ist, dass die Maschine mindestens drei Stunden später als geplant am Ziel ankommt, der Flug in den letzten drei Jahren stattgefunden hat, der Flug entweder in der EU gestartet ist oder außerhalb der EU, aber innerhalb der EU gelandet.

Außergewöhnliche Umstände (höhere Gewalt) können Ansprüche ausschließen.

Dies wäre jedoch im Einzelfall zu prüfen.

Grundsätzlich ist die Fluggesellschaft für die Verspätung verantwortlich.

Voraussetzung ist natürlich auch, dass der Fluggast rechtzeitig am Check-In Schalter sich einfindet.

Entschädigung laut EU Verordnung

Die EU-Verordnung regelt die Höhe der Entschädigung.

Steht fest, dass die Verantwortung für die Verspätung bei der Fluggesellschaft liegt, haben Fluggäste ein Recht auf Entschädigung.

Diese berechnet sich allein aus der Flugstrecke.

 

  • Bei einer Flugdistanz bis 1.500 km erhält der Passagier 250,00 €.

  • Beträgt der Flug 1.500 bis 3.500 km, so liegt die Entschädigungshöhe bei 400,00 € pro Person.

  • Ist der Flug über 3.500 km lang und geht über die Grenze der EU hinaus, so besteht ein Anspruch auf 600,00 €. Hier muss der Flug entweder in der EU gestartet oder gelandet sein.

 

Weitere Ansprüche können sich aus der Fluggastrechteverordnung ergeben, beispielsweise Anspruch auf Hotel, Unterkunft und Verpflegung.

Aussergewöhnliche Umstände

Die Gerichte entscheiden ständig über sogenannte „außergewöhnliche Umstände“.

Diese außergewöhnlichen Umstände / höhere Gewalt können Entschädigungen ausschließen.

Diese liegen vor, wenn die Airline nachweislich nicht für die Verspätung verantwortlich ist.

Außergewöhnliche Umstände können

  • schlechte Wetterbedingungen

  • Terrorgefahr / politische Instabilität

  • Naturkatastrophen

  • Notlandungen

sein.

 

Die Ansprüche sind gegenüber der Fluggesellschaft geltend zu machen. Lassen Sie sich hier beraten.

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