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Wann ist ein Radfahrer fahruntüchtig?
2018-01-10 22:00:00
von Redaktion
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Absolute / Relative Fahruntüchtigkeit beim Radfahren

Die Absolute Fahruntüchtigkeit beim Radfahren liegt bei 1,6 Promille. Dies ist nach wie vor unstreitig.

Wird ein Radfahrer mit 1,6 Promille Blutalkoholwert angetroffen, ist die Fahrt beendet und die Weiterfahrt verboten.

Der Radfahrer / die Radfahrerin muss mit einer Strafe, weil das Fahren auf dem Fahrrad mit 1,6 Promille oder mehr eine Straftat ist, von mindestens 250,00 € rechnen.

Darüber hinaus kann die Straßenverkehrsbehörde, falls der Radfahrer / die Radfahrerin Inhaberin einer Fahrerlaubnis ist, die MPU (Idiotentest) anordnen.

Aus Erfahrung kann darauf hingewiesen werden, dass die Ordnungsbehörde hierauf nur ausnahmsweise verzichten wird, da sie davon ausgeht, dass bei 1,6 Promille oder mehr Alkohol im Blut ein Alkoholproblem vorliegt.

Auch beim Radfahren kann es schon bei unter 1,6 Promille problematisch werden.

Ab 0,3 Promille liegt bei Autofahrern, als auch bei Radfahrern relative Fahruntüchtigkeit vor.

Verursacht der Radfahrer / die Radfahrerin ab 0,3 Promille im Blut einen Unfall oder ist fahrauffällig (Schlangenlinie), so ist von relativer Fahruntüchtigkeit auszugehen.

Auch hier könnte ein Straftatbestand bzw. eine Ordnungswidrigkeit vorliegen. Darüber hinaus ist mit versicherungsrechtlichen Problemen zu rechnen.

Ein alkoholisierter Radfahrer / Radfahrerin der an einem Unfall beteiligt war, wird mit einer Teilschuld vor Gericht rechnen müssen.

Insoweit könnte die private Haftpflichtversicherung von der Leistungspflicht befreit sein.

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